Von einer automatisierten Entscheidungsfindung spricht man, wenn eine Entscheidung im Einzelfall auf technischem Wege und ohne menschliches Eingreifen erfolgt. Das Profiling ist eine Form der automatisierten Entscheidungsfindung, bei welchem personenbezogene Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte betreffend einer Person zu bewerten, um die Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen. Nach Art. 22 Abs. 1 DSGVO ist es untersagt, eine Entscheidung über eine Person ausschließlich auf eine automatisierte Verarbeitung zu stützen, wenn diese sich auf die betroffene Person auswirkt oder diese in erheblicher Weise beeinträchtigt. Dieses Verbot gilt jedoch nicht, wenn die Entscheidung für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen oder aufgrund eines Gesetzes beruht oder mit der ausdrücklichen Einwilligung der betroffenen Person erfolgt.